Skills ändern, was Claude weiß. MCP-Server geben Claude Zugriff auf andere Apps. Ein Mod ändert Claude Code selbst: eine eigene Leiste über dem Prompt, ein Fenster neben dem Chat, ein eigener /befehl, der sofort läuft, oder eine Bremse, die einen Tool-Aufruf anhält, bevor er ausgeführt wird.
Technisch ist ein Mod ein Plugin mit ein paar JavaScript-Funktionen, die Claude Code bei bestimmten Ereignissen aufruft. Du musst den Code aber nicht schreiben. Du beschreibst den Mod in normalen Worten, und Claude baut ihn.
Mods laufen im Terminal ab Claude Code v2.1.287 und im Code-Tab der Desktop-App ab v2.1.286. In der VS-Code-Extension laufen sie zwar, zeigen dort aber nichts an (Anthropic-Doku).
Die Liste stammt aus den drei offiziellen Beispielen von Anthropic und aus den Mods, die in den meistgesehenen Videos zum Start gezeigt wurden (Nate Herk, Julian Ivanov). Zu jedem steht, was er kann und wie du ihn bekommst.
Offizielle Beispiele von Anthropic (liegen im Repo claude-code-playground):
rm -rf oder einen Force-Push an und zeigt vorher, was betroffen wäre, mit Buttons für Weitermachen und Abbrechen./replay hinzu und spielt die Dateiänderungen aus Claudes letztem Schritt nacheinander ab.Aus der Community (gibt es nicht zentral zum Installieren, du baust sie dir mit einem Satz selbst):
/record macht E-Mails, Namen und Beträge im Chat unkenntlich, solange du deinen Bildschirm aufnimmst. Den kompletten Prompt findest du weiter unten.Für die Community-Mods reicht ein Satz in Claude Code, zum Beispiel: „Bau mir einen Mod, der neben dem Chat einen Dateibaum zeigt und die Dateien hervorhebt, die du gerade liest oder schreibst."
Prüf deine Version:
claude --version
Steht dort etwas unter 2.1.287, aktualisier Claude Code. In der Desktop-App tippst du in einer lokalen Session im Code-Tab /status und liest die Zeile Claude Code. Mods sind standardmäßig an, du musst nichts einschalten.
Öffne eine neue Session in Claude Code und beschreib, was der Mod tun soll. Ein guter Mod-Prompt sagt drei Dinge: wann er reagiert (ein Befehl, jeder Tool-Aufruf, jeder Prompt), was er dann tut und wo man es sieht.
Claude nutzt dafür einen eingebauten Skill namens plugin-authoring. Du kannst ihn auch selbst mit /plugin-authoring laden, nötig ist das aber nicht.
Claude schreibt den Mod in einen eigenen Ordner unter ~/.claude/dev-mods/. Weil das ein geschützter Pfad ist, fragt Claude Code vor jeder Datei nach. Das ist Absicht: Lies kurz mit, was da entsteht.
Beim ersten gespeicherten File fragt Claude Code, ob es die Mods dieser Session laden soll. Wähl Enable for this session. Der Mod lädt, sobald Claude mit seinem Schritt fertig ist.
Dann prüfst du:
/plugin aufrufen und mit Tab zum Reiter Installed wechseln. Dort steht dein Mod, und du kannst ihn ausschalten.Ein Mod, den Claude in einer Session baut, lebt erst einmal nur in dieser Session, und der Ordner wird nach einer Weile automatisch aufgeräumt. Damit du ihn behältst:
~/.claude/dev-mods/<session-id>/ an einen eigenen Ort, zum Beispiel ~/mods/recording-mode.claude --plugin-dir ~/mods/recording-mode
Willst du vorher sehen, was ein Mod alles darf, prüfst du ihn ohne ihn auszuführen:
claude plugin validate ~/mods/recording-mode
Die Zeilen hooks: und calls: zeigen, auf welche Ereignisse er reagiert und was er aufruft, zum Beispiel Netzwerkzugriffe. Das gilt genauso für Mods von anderen.
Ich nehme für meine Reels ständig meinen Bildschirm auf. Bisher heißt das: hinterher jede Mailadresse und jeden Betrag im Schnitt verpixeln. Mit diesem Mod passiert das schon beim Aufnehmen.
Kopier den Prompt in eine neue Claude-Code-Session:
Bau mir einen Mod namens recording-mode.
Verhalten:
- /record schaltet den Recording Mode an, ein zweites /record schaltet ihn aus.
- Solange er an ist, steht über dem Prompt eine rote Leiste "REC: sensible Daten ausgeblendet".
- Solange er an ist, ersetzt der Mod in allem, was Claude Code im Chat anzeigt,
sensible Daten durch Platzhalter:
- E-Mail-Adressen -> [E-Mail]
- Telefonnummern -> [Telefon]
- Geldbeträge mit €, $ oder EUR -> [Betrag]
- IBANs -> [IBAN]
- API-Keys und Tokens (lange Zeichenketten mit Präfixen wie sk-, ghp_, xoxb-) -> [Key]
- Namen aus der Datei ~/.claude/record-names.txt (ein Name pro Zeile) -> [Name]
- Die Daten selbst bleiben unverändert, der Mod ändert nur die Anzeige.
Claude soll weiter mit den echten Werten arbeiten.
Wenn eine Stelle sich nicht zuverlässig ausblenden lässt, sag mir, welche,
statt sie still zu überspringen. Prüf den Mod mit claude plugin validate,
bevor du fertig bist.
Danach legst du ~/.claude/record-names.txt an und trägst die Namen ein, die nie im Bild auftauchen sollen: Kunden, Kollegen, Familie.
claude plugin validate, dann installieren.claude -p siehst du nichts, was ein Mod zeichnet. Teste im Terminal oder im Code-Tab der Desktop-App.Quellen:
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