Bei Video-Modellen wie Kling oder Veo würfelst du. Gefällt dir eine Szene nicht, generierst du neu, zahlst neu und hoffst, dass der Rest gleich bleibt.
HyperFrames geht einen anderen Weg. Claude schreibt HTML mit Animationen, ein Headless-Browser spielt die Seite ab, nimmt sie Bild für Bild auf, und FFmpeg macht daraus ein MP4. Weil jedes Bild aus Code entsteht, sagst du „Schrift größer, Balken grün", und genau das ändert sich. Das kostet ein paar Tokens, keinen neuen Generierungslauf.
HyperFrames ist Open Source, kommt von HeyGen und liegt unter Apache-2.0-Lizenz auf GitHub.
Du brauchst drei Dinge:
node -vffmpeg -version, auf dem Mac installieren mit brew install ffmpegFehlt etwas, kannst du Claude Code auch einfach sagen: „Prüf, ob Node 22 und FFmpeg installiert sind, und installier, was fehlt." Bei der Installation fragt er dich vorher.
Im Terminal:
npx skills add heygen-com/hyperframes
Damit bekommt Claude Code die HyperFrames-Skills: wie eine Komposition aufgebaut ist, wie Timing und Animation funktionieren, wie gerendert wird. Alternativ gibst du Claude die GitHub-URL und schreibst „Richte HyperFrames für mich ein".
Danach Claude Code einmal neu starten, damit die Skills geladen sind.
Leg einen leeren Projektordner an und öffne Claude Code darin. Dann beschreibst du, was das Video bewirken soll. Kein Schritt-für-Schritt-Rezept mit Sekunden und Effekten, sondern Ziel, Zielgruppe und Look. Den Rest plant Claude selbst.
Ein Prompt, mit dem du starten kannst:
Bau mir mit HyperFrames ein 15-Sekunden-Video im Hochformat (1080x1920).
Ziel: Erklär in drei Schritten, wie mein Newsletter funktioniert:
1. Du meldest dich an, 2. jeden Freitag kommt ein Workflow,
3. du baust ihn in 10 Minuten nach.
Zielgruppe: Marketer und Gründer, nicht technisch.
Look: dunkler Hintergrund, eine Akzentfarbe (Orange), große klare Schrift,
ruhige Bewegungen, keine wilden Übergänge.
Text auf Deutsch, maximal 6 Wörter pro Einblendung.
Prüf das Ergebnis selbst, bevor du es mir zeigst.
Der letzte Satz ist wichtig. Claude kann Frames als Bilder ansehen und Fehler wie abgeschnittenen Text selbst finden, bevor du sie siehst.
Für die Vorschau:
npx hyperframes preview
Das öffnet ein Studio im Browser, in dem du das Video abspielst und durchspulst. Jetzt kommt der eigentliche Vorteil. Statt neu zu generieren, sagst du Claude, was sich ändern soll:
Claude ändert genau diese Stelle im Code, der Rest bleibt, wie er war.
Wenn es passt:
npx hyperframes render
Raus kommt ein MP4, das du direkt hochladen kannst. Vorher lohnt sich npx hyperframes check, das prüft die Komposition auf typische Fehler wie fehlende Dateien oder zu wenig Kontrast.
Ich lass Claude nicht jedes Mal frei animieren. Für meine Reels hab ich mir eine kleine Bibliothek gebaut: vereinfachte Oberflächen (Chat, Liste, Postfach), Terminal und Git-Repos und Schaugrafiken (Ablauf, Vergleich, Zahl). Claude wählt pro Satz im Reel das passende Modul und füllt nur noch die Inhalte ein.
Das hat zwei Vorteile. Jedes Insert sieht aus, als käme es aus demselben Haus, und die Ergebnisse sind berechenbar, weil Claude nicht jedes Mal das Rad neu erfindet. Wenn du regelmäßig Videos machst, ist das der nächste Schritt nach dem ersten Video: Lass Claude aus deinen besten Ergebnissen einen eigenen Skill bauen.
Quellen:
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