Claude aus der Box ist ein guter Chatpartner. Mehr nicht. Kein Gedächtnis, kein Zugriff auf deinen Browser, keine Verbindung zu deinen Programmen. Die interessanten Sachen, dass Claude sich Dinge merkt, deinen Kalender liest oder eine Datei auf deinem Rechner schreibt, sind Schalter, die du einmal umlegst. Danach ist es ein anderes Tool.
Erst ein Konto auf claude.ai anlegen. Dann direkt die Desktop App runterladen, nicht im Browser bleiben. Der Grund kommt in Schritt 3: Ohne Desktop App gibt es keinen Zugriff auf deinen Rechner, und genau das macht Claude erst nützlich.
Dein erster Step: Konto anlegen, Desktop App installieren, einloggen.
Geh in Einstellungen → Allgemein und gib Claude ein paar Basisinfos über dich. Name, was du machst, worauf es dir ankommt. Das ist der Kontext, den Claude in jedem Chat mitliest.
Dann Einstellungen → Fähigkeiten und aktiviere die Speicher-Toggles. Damit bekommt die KI ein rudimentäres Gedächtnis: Sie merkt sich Dinge über dich und deine Projekte über einzelne Chats hinaus. Ohne diesen Schalter fängst du in jedem neuen Gespräch bei null an.
Dein erster Step: Basisinfos eintragen, Speicher-Toggles an.
Unter Erweiterungen liegen die zwei Schalter, die aus dem Chatpartner ein Werkzeug machen:
Dein erster Step: Chrome Extension installieren, Desktop Commander aktivieren.
Unter Anpassen fügst du Konnektoren hinzu. Ein Konnektor lässt Claude ein anderes Programm steuern, direkt aus dem Chat. In jedem justierst du feiner, was Claude wirklich darf: nur lesen, oder auch schreiben. Das kannst du später jederzeit ändern, also fang lieber eng an und mach auf, wenn du Vertrauen hast.
Bei mir laufen fünf Konnektoren jeden Tag:
Welche Konnektoren es für Marketing und Business sonst noch gibt und wofür, steht in Claude Cowork Konnektoren. Wenn du mit Claude entwickelst, kommen Konnektoren wie GitHub, Supabase und Vercel dazu. Die fünf, die ich dafür nutze, stehen in 5 MCP-Services.
Dein erster Step: einen Konnektor verbinden, den du täglich nutzt, meist Gmail oder Notion.
Ebenfalls unter Anpassen lädst du Plugins. Ein Plugin ist eine Sammlung mehrerer Skills, gebündelt für einen Bereich: Marketing, Product Management, Design, Finanzen, Legal. Claude aktiviert die passenden Skills automatisch oder auf deinen Befehl.
Als Product- und Marketing-Mensch nutze ich drei jeden Tag:
/draft-content für Posts und Newsletter, /seo-audit fürs Ranking, /email-sequence für Mail-Strecken./write-spec für ein PRD, /roadmap-update für die Roadmap, /stakeholder-update fürs Reporting./enforce-voice prüft jeden Text gegen meine Markenrichtlinien, bevor er rausgeht.Ein Beispiel für ein anderes Plugin: Du willst einen Vertrag durchsehen. Du rufst den Slash-Command für das Legal-Plugin auf und startest den Contract-Review-Skill. Claude arbeitet den Vertrag nach diesem Skill ab, statt frei zu improvisieren. Dasselbe Prinzip gilt für jedes Plugin.
Die komplette Übersicht der fünf Kern-Plugins mit ihren Skills und Commands steht in Claude Cowork + Plugins Anleitung.
Dein erster Step: ein Plugin aus deinem Arbeitsbereich laden und einen Skill daraus testen.
Zusätzlich zu den Plugins kannst du einzelne Skills hinzufügen. Einige kommen von Anthropic mitgeliefert. Interessanter wird es, wenn du eigene baust.
/skill-creator. Du beschreibst Claude, was der Skill können soll, und die KI speichert ihn ab. Wie das Schritt für Schritt läuft, steht in Claude Skillcreator.Wie du in 20 Minuten einen eigenen Skill von null baust, zeige ich in Claude Skill in 20 Minuten.
Dein erster Step: einen wiederkehrenden Handgriff nehmen, den du oft brauchst, und ihn mit /skill-creator als Skill festhalten.
/skill-creator bauenKein Spam, jederzeit abbestellbar
